Solar dos Presuntos

Für viele ist das Lokal in der Rua das Portas de Santo Antão das beste Restaurant Lissabons. Die Karte besteht fast ausschließlich aus Fischgerichten und beinhaltet viele typisch portugiesische Gerichte wie Pastéis de Bacalhau (frittierte Küchlein aus Kabeljau und Kartoffeln), Polvo à lagareiro (Oktopus mit Kartoffeln und viel Olivenöl im Ofen geschmort) oder die für den deutschen Gaumen übermäßig gesüßten Desserts wie Arroz Doce oder Leite Creme Caseiro.

Nicht erwarten sollte man beim Besuch im Solar dos Presuntos eine ruhige Atmosphäre. Hier geht es lebendig, hektisch und laut zu. Die zahlreichen Kellner sausen förmlich durchs Restaurant und bedienen stets freundlich und zuvorkommend die gutgelaunten und ebenfalls nicht zurückhaltenden Gäste. Wundern sollte man sich auch nicht, wenn einer der Topspieler von Sporting oder Benfica Lissabon am Nebentisch sitzt. Die unzähligen Fotos an den Wänden des Restaurants zeugen von den vielen Besuchen nationaler und internationaler Persönlichkeiten, die den guten Service und das hervorragende Essen zu schätzen wissen.

Weinseligkeit

Für Weinliebhaber hält Lissabon mit dem Restaurant Sommelier ein besonderes Erlebnis bereit. Im gediegenen, stylish-plüschigen Interieur lassen sich zu erlesenen Speisen, die allesamt fair bepreist sind, rund 80 Weine probieren, ohne gleich 80 Flaschen bestellen zu müssen. Ein Wein-Test-System erlaubt das „Selbstzapfen“ von vornehmlich portugiesischen Weinen. Die Flasche wird im Vorfeld an eine Art Zapfanlage angeschlossen. Durch ein spezielles Entlüftungssystem erfahren die Weine auch bei längerer Öffnung keinen Qualitätsverlust. Über eine Keycard lässt sich per Touchdisplay der gewünschte Tropfen in der gewünschten Menge ins Glas füllen. Das Weinmenü kennt drei Stufen: Classic, Premium oder Deluxe. Der Traditionalist, der bereits bei Flaschen mit Schraubverschluss die Nase rümpft, wird hier verständnislos den Kopf schütteln. Pragmatisch gesehen hat man aber hier die Möglichkeit, zu den jeweiligen Gängen die ganze Vielfalt portugiesischer Weine zu probieren oder, wenn der Lieblingswein schon bei der zweiten Probe feststeht, dabei zu bleiben.

Dresden im Orangenfieber

In diesem Sommer muss man nicht zwingend in den Süden fahren, um ein Orangenfest zu erleben. Ein Besuch der sächsischen Hauptstadt reicht aus. Im Dresdner Zwinger werden am 20. Mai die ersten 80 Orangenbäume angesetzt. 1710 hatte der damalige Herrscher August der Starke den Zwinger zu einer Orangerie umgestalten lassen. Damals befanden sich über 4.000 Orangenpflanzen im Besitz des Fürsten. Seit 2014 hat sich der Freundeskreis Schlösserland Sachsen das ehrgeizige Ziel gesetzt, ein Stück Dresdner Geschichte wieder zum Leben zu erwecken – mit Erfolg. Der Wiedereinzug der immergrünen Zitruspflanzen wird daher mit einem Orangenfest mit musikalischen und kulturellen Höhepunkten eingeläutet. Interessierte Dresden-Besucher können bis in den September hinein zahlreiche Veranstaltungen rund um die Welt der Orangen in den königlichen Gärten besuchen.

Fürstlich speisen

Will man nach dem Besuch der Orangerie weiter im 18. Jahrhundert verweilen, empfiehlt sich zur Stärkung der Sophienkeller in unmittelbarer Nähe des Zwingers. Im Gewölbekeller des Taschenbergpalais gehören Spanferkel vom Spieß, Ferkel im Brotteig oder auch eine Ente mit Rosenkohl und Königskloß zu den kulinarischen Dauerbrennern. Bereits beim Betreten des Restaurants steigt einem der Duft von frisch gebackenem Brot in die Nase, während man von freundlichen Mägden begrüßt wird. An den Tischen sitzt internationales Publikum, die zahlreichen Sehenswürdigkeiten ziehen Touristen aus aller Welt an, die dann hier gerne ehrliche deutsche Küche genießen wollen. Ob das Dresdner Trichtertrinken für jedermann etwas ist, darf bezweifelt werden. In jedem Fall sollte man aber die hausbackene Eierschecke, eine original Dresdner Kuchenspezialität, probieren.

España in Sachsen

Rustikale Holzmöbel geben dem Raum eine einladende Atmosphäre, Schinken hängen von der Decke, und die Weinkarte hält viele Spezialitäten von der iberischen Halbinsel bereit. Wer wenige Meter von der Frauenkirche entfernt köstliche Tapas mit begleitenden Weinen probieren möchte, ist im „Las Tapas“  genau richtig. Den Gast erwarten eine freundliche, lockere Atmosphäre, leckeres Essen und hervorragende Weine zu fairen Preisen – genau die richtigen Zutaten für einen schönen Abend mit Freunden.