Anders als bei fest installierten Kaminen sind Feuerkorb und Feuerschale flexibel. Man kann sie je nach Bedarf und Platz umstellen: ein mobiles Lagerfeuer für Garten, Balkon und Terrasse.

Feuerschale oder Feuerkorb?

Damit bei Feuerkörben genug Luft an das Brennmaterial gelangt, sind die Seitenwände der Körbe mit Aussparungen versehen. Durch diese Öffnungen können Glutpartikel aus dem Korb herausfallen und den Untergrund verbrennen. Um dies zu vermeiden, sollte ein Feuerkorb stets mit einem ausreichend großen Untersatz aus feuerfestem Material verwendet werden. Am besten macht sich die Feuerstelle auf einer feuerfesten Bodenplatte aus Stein oder einem Kiesuntergrund. Feuerschalen hingegen sind stets aus einem durchgehenden Stück gearbeitet, da genügend Luft von oben an das Brennmaterial gelangt. Feuerfeste Bodenplatten sind aufgrund der geschlossenen Schale nicht nötig.

Das Material: Keramik, Stahl, Eisen

Feuerschalen aus Keramik oder Terrakotta sind dekorativ und bringen mediterranes Flair in den Garten. Der Nachteil: Schalen aus handelsüblicher Töpferware sind temperaturempfindlich. Sie vertragen weder hohe Hitze noch große Kälte, was gegen den winterlichen Einsatz spricht. Körbe und Schalen aus Metall wie Eisen, Stahl, Edelstahl und Gusseisen sind hitzeunempfindlich und daher sowohl für ein Lagerfeuer mit Brennholz als auch zum Grillen mit Holzkohle geeignet. Sie sind zudem unempfindlich gegen Nässe und Kälte, weshalb sie auch im Winter bei Schnee und Eis verwendet werden können. Metall-Feuerstellen können jedoch bei der Lagerung im Freien rosten: Oft ist eine sich nach und nach bildende Rostpatina jedoch ein gewünschter Effekt, verleiht diese der Feuerstelle doch eine schöne Vintage-Optik.

Der Basisdemokratische

Ikea hat nicht nur deutsche Wohnzimmer, sondern auch die Gärten erobert. Für knapp 40 Euro lässt sich der Feuerkorb Brokö erwerben. Der schicke Schwede aus Stahl sorgt im Handumdrehen für Wärme und gemütliche Atmosphäre im Freien. Das trapezförmige Modell ist kompakt mit einer Höhe von 50 cm und einer Grundfläche von 40 mal 40 cm. Er ist außerdem schnell montiert und kann nach dem geselligen Abend leicht verstaut werden. Zum Grillen von Steaks wahrscheinlich zu klein – zum Rösten von Stockbrot mit den Kindern eignet sich Brokö allemal.

Der Hipster

Ein Trend, der indoor wie outdoor in den letzten Jahren zugenommen hat, sind Feuerstellen mit Brenngel oder Brennpaste, wie beispielsweise Fuoco aus dem Hause Blomus. Die Flamme wird mit Brenngel entfacht. Der Vorteil dieser Technik: Das Feuer ist schnell entzündet und auch ebenso schnell wieder gelöscht. Fuoco ist aus schwarzer, frostsicherer Keramik gearbeitet, so dass das Schmuckstück ohne Probleme das ganze Jahr über draußen bleiben kann. Die Abdeckung der Feuerstelle besteht aus Edelstahl, die in der Mitte eine Öffnung zum Befüllen mit dem Brenngel besitzt. Diese Edelstahlfläche reflektiert den Schein des Feuers und macht Fuoco zum außergewöhnlichen Outdoor-Erlebnis. Mit ihren 32 cm Durchmesser ist die Schale – auch im Ensemble aus mehreren Stücken – ein schickes Accessoire in der winterlichen Lounge-Ecke moderner Großstadtterrassen.

Das Kunstwerk

Kulinarische Gaumenfreuden und glänzendes skulpturales Design verbindet der opulente Feuerring des Schweizers Andreas Reichlin. Hier wird die archaische Feuerstelle zu einem ebenso ästhetischen wie zeitlosen Objekt. Im privaten Garten macht das Werk des Schweizer Kreativen eine gute Figur, auf der öffentlichen Anlage wirkt es nicht minder attraktiv. Die Königsklasse der Feuerstellen.

Der Original Feuerring zählt zu den Meisterwerken des Schweizer Stahlplastikers. Er entwickelte das Design aus massiven ringförmigen Stahlplatten, die mit einer selbst definierten Schale verbunden sind. Ein während des Grillens loderndes Feuer sorgt für atmosphärische Stimmung. Man grillt auf einem Stahlring, der Temperaturen zwischen 180 und 300 Grad erreichen kann. So lässt sich das Grillgut scharf anbraten und danach bei niedrigerer Temperatur schonend garen. Neben Würsten, Fleisch und Fischen lassen sich Spiegeleier, Crêpes, Raclette, Rösti und vielerlei mehr direkt auf dem heißen Ring zubereiten. „Der kulinarischen Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt“, freut sich der Kreative.

Andreas Reichlin ist kompromisslos und ein Perfektionist, der „seinen“ Feuerplatz als Zentrum gemeinschaftlichen Lebens optimiert hat. Und wer von seinem Stil nicht genug bekommen kann: Unter seinem Motto sind auch weitere Accessoires entstanden, die dem Ambiente des Feuerrings zuträglich sind, beispielsweise Wolldecken aus schwarzer Schafwolle, Filzkissen und eine Tisch-Stuhl-Kombinationen aus Stahl. Den Feuerring gibt es in neun verschiedenen Größen und Ausführungen. Die kleinste Variante hat einen Durchmesser von einem Meter und eine Höhe von 23 Zentimetern. Bei einem Gewicht von 100 Kilogramm für das kleinste Modell sollte man allerdings genau abwägen, wo das Objekt im heimischen Garten positioniert wird. Als Künstler ist es Andreas Reichlin außerdem wichtig, dass für den individuellen Gartenraum die richtige Form und Größe ausgesucht wird, denn ein zu großer Feuerring kann den Garten zu stark dominieren und ein zu kleiner Feuerring geht optisch verloren.

Den Künstler treffen: Andreas Reichlin stellt seinen Feuerring vom 2. bis 4. November 2018 beim Designer’s Saturday im schweizerischen Langenthal aus.