Speisekammer, Frankfurt-Heddernheim

Als das Haus im Jahr 1740 von einem General als Wirtschafts- und Wohngebäude errichtet wurde, dachte noch keiner daran, dass hier schon 150 Jahre später eine Gastwirtschaft entstehen würde. Der bereits beim Bau angelegte große Weinkeller erwies sich auch für eine Gastwirtschaft als ausreichend proportioniert. Auch heute lagern noch viele Flaschen deutscher und internationaler Winzer unter dem ehemaligen Fachwerkhaus.

Während es sich im Sommer im großen Biergarten wunderbar verweilen lässt, lädt in den kälteren Monaten die gemütliche Stube zum Schlemmen ein. Insbesondere viele Stammgäste wissen den saftigen Gänsebraten mit Kartoffelknödel und Rotkohl Jahr für Jahr zu schätzen. Starten kann man den Abend mit einem Glas gut gekühlten Sekt aus dem Rheingau. Und wenn man dann nach Vorspeise, Gans und Dessert und dem einen oder anderen Glas Wein fröhlich und satt nach Hause geht, freut man sich schon ein bisschen auf das nächste Jahr. Oder doch schon auf nächste Woche? Also rechtzeitig am 11.11. anfangen – dann muss man nicht allzu lange auf die nächste Gans in der Speisekammer warten.
» Telefon: 069 573888,
   www.speisekammer-frankfurt.de

Zarges, Frankfurt-Innenstadt

Dass es Gans nicht nur in gutbürgerlichen Lokalen mit entsprechend rustikalem und oft in die Jahre gekommenem Mobiliar geben muss, beweist das Zarges in der Frankfurter Innenstadt. Dezentes Licht, dunkle holzgetäfelte Wände und dunkelrote Stühle muten edel, fast etwas verrucht an. Kenner zählen das Zarges zu den Top-Restaurants in der Frankfurter Innenstadt. Und bei den herbstlichen Gansessen war das Zarges bis 2015 unter der Ägide von Girolamo „Gino“ Falco für viele die unangefochtene Nummer eins. Seit zwei Jahren zeichnet Johannes Ballmann für die Küchenkreationen verantwortlich. Dass er von der Zubereitung der edlen Vögel auch eine ganze Menge versteht, bewies er schon in den Jahren zuvor im Holbein’s. Im Sachsenhäuser Restaurant erreichte Ballmann hervorragende 15 Gault-Millau-Punkte. „Das Erfolgsrezept unseres Küchenchefs Johannes Ballmann liegt darin begründet, dass er auf allen seinen Stationen die Kunst entwickelt hat, seinen Gerichten einen ganz eigenen Stil zu verleihen“, heißt es auf der Website – trefflicher kann man es nicht ausdrücken. Die Zimtnote im Rotkraut ist etwas vordergründiger und die Soße mit Beifuß fein abgestimmt. Und wer mit Freunden oder Familie die Zarges-Gans lieber am heimischen Esstisch genießen möchte, der muss nur zwei Tage im Voraus bestellen und kann sich den Gänsebraten samt Beilagen liefern lassen.
» Telefon: 069 299030,
   www.zarges-frankfurt.com

Zum Goldenen Stern, Steinbach

Im Goldenen Stern wird gelebt, was man als gewachsene Wirtshaus-Tradition bezeichnen kann. Der Gast wird freundlich begrüßt und zuvorkommend bedient, keineswegs eine Selbstverständlichkeit, wenn man an die zahlreichen griesgrämigen Kellner in Frankfurter Apfelweinkneipen denkt. Das mag ebenfalls etwas mit Tradition zu tun haben, ist aber nicht jedermanns Sache. Aber nun zurück zum „Stern“. Die Einrichtung wird man nicht als stylish bezeichnen, das würde hier aber auch nicht passen. Und das ist vermutlich auch das Erfolgsrezept: Es passt alles. Und wenn es um die Kulinarik geht, passt es nicht nur, es begeistert. Wer in diesem Jahr noch keinen Tisch für das Gansessen reserviert hat, dem stehen 13 Monate Vorfreude bevor, denn in 2017 ist kein Tisch mehr frei. Dass man hier eine der besten Gänse der Region bekommt, ist leider kein Geheimtipp mehr. Insbesondere größere Gesellschaften, ob privat oder geschäftlich, kommen zu geselligen und oftmals lauten Runden zusammen, um mit knurrenden Mägen zuzusehen, wie die kross gebackenen Gänse am Tisch tranchiert werden. Die nicht minder köstlichen Beilagen gibt es ausreichend, und wenn nicht, wird (kostenlos) nachgeliefert. Die umfangreiche Weinkarte mit vielen leckeren deutschen Tropfen beflügelt die ausgelassene Stimmung noch weiter und führt ganz zur Freude der ortsansässigen Taxiunternehmen dazu, dass man das eigene Auto erst am nächsten Morgen wieder in Besitz nimmt.
» Telefon: 06171 74253

Hubertus da Pasquale, Bad Soden

Fragt man Menschen aus dem Taunus, wo es die beste Gans gibt, lautet die einträchtige Antwort: im Hubertus! Mitten im Wald, an der Landstraße aus Königstein kommend Richtung Bad Soden, taucht auf der linken Seite das Gasthaus auf. Regionale und saisonale Spezialitäten stehen beim Küchenchef hoch im Kurs. „Das Beste jeder Jahreszeit“ heißt der Slogan des Waldrestaurants – und das ist im November und Dezember eben die Gans. Knusprig außen und saftig innen, so kommt die Gans auf den Tisch, mit ausreichend Soße in richtiger Konsistenz, dazu Klöße, Maronen und Rotkraut. Wer vorweg noch eine Vorspeise bestellt, sollte ein besonders guter Esser sein, denn die Gansportionen sind üppig. Wenn man der Gerüchteküche glauben will, werden in diesem Jahr das letzte Mal im Hubertus Gänse gebraten. Der Pachtvertrag für das schmucke Jagdschlösschen läuft aus. Wer also nochmals Gans mit gutem italienischen Rotwein genießen möchte, sollte bald reservieren.
» Telefon: 06196 641792,
   www.hubertus-badsoden.de