Sie sind in Bridgnorth, einer kleinen Stadt im Herzen Englands, aufgewachsen. 2001 kam der Durchbruch im internationalen Showbiz mit Bro’Sis, und ab da ging es um die Welt. Heute wohnen Sie wieder in einem kleinen Städtchen in der Nähe von Köln. Ist das „Back to the roots“?

Ross Antony: Ich mag einfach die Gegend und die Mentalität der Menschen hier. Alle sind entspannt, bodenständig und feiern gern. Und es ist sehr ruhig hier, mit einem großen Garten um das Haus herum. Das brauche ich als Ausgleich zu den vielen beruflichen Reisen. Ich liebe unseren Garten mit den eigenen Hühnern. Das fröhliche Gegackere in unserem grünen Zauberreich ist für mich der schönste Soundtrack aller Zeiten!

Sie haben echte Hühner im Garten?

Ja, ich mag diese Tiere einfach. Und dass wir immer frische Eier auf dem Frühstückstisch haben, ist ein schöner Nebeneffekt. (lacht)

Wie wichtig ist Ihnen denn das Frühstück?

Ohne ein gutes, ausgiebiges Frühstück ist nicht viel mit mir anzufangen. Obst, Müsli, ein schönes Rührei, da bekomme ich sofort gute Laune. Und was Süßes darf zum großen Glück auch nicht fehlen. Zum Beispiel Bananenkuchen und Muffins nach dem Rezept meiner Mutter. Die backe ich auch gern selbst.

Sind Sie ein Morgenmuffel?

Ich bin Frühaufsteher, allerdings unfreiwillig. Mich treibt es oft schon vorm Wachwerden aus dem warmen Bett zum Kühlschrank – der Hunger auf etwas Leckeres lässt mich nicht länger schlafen. Wenn mich ein tolles Frühstück erwartet, bin ich ziemlich schnell fit und der Tag kann kommen.

Sie traten in vielen englischen Produktionen auf und sind ein begehrter Musicaldarsteller. Sie haben gerade ein neues Album („Aber bitte mit Schlager“) herausgebracht und moderieren die Sendung „Meine Schlagerwelt – Die Party mit Ross Antony“. Ist die Bühne oder die Couch Ihr Lieblingsplatz?

Ich liebe es, auf der Bühne zu stehen, das ist für mich das Schönste! Wenn ich komplett frei habe, nehme ich mir aber viel Zeit für meine Liebsten, genieße gutes Essen, englischen Tee und lange Spaziergänge, um frische Luft und Energie zu tanken, und lass’ den Tag gern auf dem Sofa bei einem spannenden Film ausklingen. Und ganz ehrlich: Ich putze sogar gerne. Dann ziehe ich meine geliebten rosa Plastikhandschuhe an und bekomme sofort gute Laune!

Worauf können Sie nicht verzichten?

Ein Leben ohne Handy kann ich mir nicht mehr vorstellen. Aber ich versuche auch, mal ohne klarzukommen. Einfach mal ausstellen, nicht immer online sein, das klappt zwischendurch schon noch. Bin dann immer ganz überrascht.

Und auf mein Rossi-Zimmer. Das habe ich extra für die Figuren und Plüschtiere, die ich von meinen Fans bekommen habe, eingerichtet. Ich hebe alles auf.

Wenn wir schon bei Lieblingsräumen sind: Wie schaut es bei Ihnen im Bad aus?

Erstaunlich normal, alles ganz schlicht in weiß gehalten. In meinem Bad stehen sieben verschiedene Gesichtscremes, eine für jeden Wochentag. Die Abwechslung ist wichtig, meine Haut gewöhnt sich sonst zu schnell an ein Produkt. Wenn es ganz fix gehen muss, reicht mir aber auch eine schnelle Dusche und ich bin in 15 Minuten durch. Aber wenn ich Zeit habe, nehm’ ich mir gern eine Stunde.

Singen Sie unter der Dusche?

Nur wenn mich ein Ohrwurm verfolgt. Aber sonst möchte ich wenigstens unter der Dusche ein paar Minuten Ruhe vor mir selbst haben und noch ein bisschen vor mich hinträumen.

Muss bei Ihnen immer alles akkurat am Platz stehen?

Auch wenn ich ein schräges Styling liebe, bin ich doch ganz klar der akkurate Typ. Bei mir ist es sehr, sehr ordentlich, beinah schon pingelig. Alles andere macht mich nervös. Ich kann nichts dagegen tun: wenn etwas nicht an seinem Platz steht, juckt es mir sofort in den Fingern. Deshalb darf es aber nicht langweilig sein. Bei meinem verrückten Style-Mix darf es von allem etwas mehr sein. Ich liebe es zu dekorieren.

Zu guter Letzt: Mit welchem Satz bringt man Sie auf die Palme?  

„Du siehst aber müde aus!“ Mit diesem Satz kann man mich problemlos wütend machen. Selbst wenn es stimmen sollte – so ein Feedback ist nicht gerade aufbauend, das braucht kein Mensch!

Vielen Dank für das Gespräch.